28. – 30.10.22

Theater

Burgbachkeller

Zug

Nach vier Jahren Pause, langsam und aus der Stille, ist ein neues Programm gewachsen, PATTERNS OF LIGHT, die 8. Ausgabe der DreiKlangTage. Ein Netzwerk, mehrheitlich von Frauen geknüpft, ein Netzwerk zwischen Künstler:innen von Ort und von der Ferne. 

Im fiktiven und realen Raum, im Zwischenraum begegnen und widerspiegeln sich unterschiedliche Stimmen und Perspektiven. Die Medien sind Bewegung und Video, Malerei und Skulptur, Klang und Sprache.

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Theater im Burgbachkeller, St.-Oswalds-Gasse 3, 6300 Zug / Tickets

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FR  28. Oktober, 20h

SA  29. Oktober, 20h

INTERVAL

Dora Durkesac, HR + Vesna Salamon, HR, Installation / Radim Hanousek, CZE, Saxophon

 

LINES OF DRIFT 

Hildegard Kleeb, CH, Piano /  

Marie-Cécile Reber, CH, Elektronik 

INTERVAL

Dora Durkesac, HR + Vesna Salamon, HR, Installation /    Anna Dahinden, CH + Dora

Durkesac, HR, Performance / 

Tizia Zimmermann, CH, Akkordeon / Noah Punkt, CH, Kontrabass

MY STORY; OUR STORIES 

Shadi Alaiek, SYR, Text, Playback Malerei / Radim Hanousek, CZE, Saxophon / Noah Punkt, CH, Kontrabass

 

NO MORE THAN

REMEMBERED LIGHT

Ayako Kato, J, Tanz / Hildegard Kleeb, CH, Piano / Marie-Cécile Reber, CH, Elektronik

 

(RAMALLAH)MEMORY

SPACE. SOUNDSCAPE OF GENERIC MEMORIES

Lama Altakruri, PSE, Text / Alvin Lucier, USA, Komposition / Noah Punkt, CH, Kontrabass / Roland Dahinden, CH, Posaune / Radim Hanousek, CZE, Saxophon / Hildegard Kleeb, CH, Klavier 

FR - SO 

Im Foyer 

Videoinstallationen:

SYNCHRONICITY 

Anna Dahinden, CH + Dora Durkesac, HR 

ABOUT TO TAKE A BATH

Lama Altakruri, PSE

video, loop, 2016/2022, video editor: Craig Neeson

 

Kiosk

MUCHETTE 

gestickte Kissen von Shadi Alaiek, SYR

SAFE PASSAGE BAGS

Lesvos Solidarity, GRC

Interval by Dora Durkesac and Vesna Salamon, Photo by Matija Pekić

S0 30. Oktober, 17h

THOUGHTS OF SPIRALS

Ayako Kato, J, Tanz / Radim Hanousek, CZE, Saxophon / Roland Dahinden, CH, Posaune

 

ENTR‘ACTE oder AUF DER

SUCHE NACH EINER MELODIE

Qais Mohammad Al Yousef, SYR, Oud / arabisches Gebäck und Tee  

 

CHRONICLES OF THAT

TIME

Maria Iorio + Raphaël Cuomo, CH, Film 

INTERVAL

Klang und Performance besuchen den Raum der interaktiven Installation INTERVAL von Dora Durkesac und Vesna Salamon. INTERVAL erforscht dabei die Beziehung zwischen Bewegung, natürlichem Phänomen und den physikalischen Gesetzen der Wellen des Wassers.

LINES OF DRIFT

In mikroskopischen Geräuschen und im Geheimnis der Zeit spielen die beiden Musikerinnnen Marie-Cécile Reber und Hildegard Kleeb. Mit LINES OF DRIFT spüren sie Tönen und Klängen nach, um sich in verschiedenen Landschaften neu zu treffen.  

"Eine leere, vom Wind durchfegte Landschaft, aus der fast jede Spur von Zeitlichkeit verschwunden ist. Eine seltsame, fremde Welt, die aber unsere ist. Als sei man ins Hochgebirge hinaufgestiegen, wo es nur noch Schnee, Felsen und den Himmel gibt." (aus: "Die Ordnung der Zeit" Carlo Rovelli)

MY STORY; OUR STORIES

Die Themen von MY STORY; OUR STORIES  des Künstlers und Dichters Shadi Alaiek sind sowohl die kulturelle Herkunft als auch Flucht, Migration und soziales Umfeld. Auf einer Bühne aus Reisegepäck, Büchern, Papier und Stift tritt er in den Dialog mit den Musikern Radim Hanousek und Noah Punkt. 

NO MORE THAN REMEMBERED LIGHT

"Doch sieht es das innere Auge als Schatten der Erinnerung", heisst es im Reisetagebuch des Japanischen Dichters Bashô. Es begleitet die Performance NO MORE THAN REMEMBERED LIGHT von Ayako Kato, Hildegard Kleeb und Marie-Cécile Reber. 

(RAMALLAH)MEMORY SPACE. SOUNDSCAPE OF GENERIC MEMORIES

für eine beliebige Anzahl von Vokalisten und Instrumentalisten (1970)

"Gehen Sie hinaus - in städtische oder ländliche, lebensfeindliche oder -begünstigende Umgebungen - und halten Sie auf irgendeine Weise (in Ihrem Gedächtnis oder mit Hilfe von schriftlichen Aufzeichnungen oder Tonbandaufnahmen) die akustischen Verhältnisse an diesen Orten fest. Wenn Sie zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt zur Aufführung in einem Innenraum zurückkehren, bilden Sie ausschliesslich durch Ihre Stimmen oder Instrumente und mit Hilfe von Erinnerungsstützen (ohne etwas hinzuzufügen oder wegzulassen, ohne zu improvisieren oder zu interpretieren) diese akustischen Verhältnisse von draussen nach." Alvin Lucier, USA, 1931 - 1921

Das Konzeptstück Alvin Luciers wird den Texten der palästinensischen Künstlerin Lama Altakruri gegenüber gestellt.

"In this work, I merge Alvin Lucier’s Memory Space with Rem Koolhaas’s ideas on Generic Memory. I recorded sounds from cafes in Ramallah while chasing the feeling of being somewhere else. I propose the question of how memories are formed in globalized spaces." "In my art practice, I investigate the psychological and social effects of the built environment within neoliberal contexts, with a focus on globalized spaces of professional hospitality, like hotels, cafes, restaurants, and other spaces. I’m interested in how and why these spaces evoke emotions of anxiety, comfort, loneliness, familiarity, and detachment, and how they can signify an ambition to reinforce a socioeconomic status within a privileged global middle class." (Lama Altakruri)

THOUGHTS OF SPIRALS

Die beiden Musiker Roland Dahinden und Radim Hanousek arbeiten seit Jahren in verschiedenen Projekten in der Schweiz und in Tschechien zusammen. THOUGHTS OF SPIRALS ist ihre erste gemeinsame Improvisation mit Ayako Kato. 

"Sense the invisible spirals out there and within. It's an eternal form to reach the past and the future from the present. Spirals open up pathways for awareness, acknowledgement, affirmation, and allowance to be free and coexist." "For me, improvisation is everything and nothing. It is an invitation to certain experiences or to a journey not unlike one you would undertake in a Zen temple garden: a landscape of yin and yang, all the motion, sound, and the cosmic ephemera. Improvisation is a serious and radical expression of “art of being.” For me, it’s Freedom, Order and Life Force." (Ayako Kato)

ENTR'ACTE oder AUF DER SUCHE NACH EINER MELODIE

Die Oud ist eine ursprünglich in Persien beheimatete Kurzhalslaute. Zurückkehrende Kreuzfahrer brachten die Oud im Mittelalter über das Mittelmeer nach Europa. Sie  wurde zur Vorläuferin der Europäischen Laute. In der arabischen Musikkultur ist die Oud allgegenwärtig, sie ist das flexibelste und dynamischste Saiteninstrument der arabischen Musik.

Qais Mohammad Al Yousef ist 1996 in Syrien geboren. 2013 musste er Syrien wegen des Krieges verlassen. Seit 2 Jahren lebt er in der Schweiz und seit einem Jahr bringt er sich autodidaktisch das Oud Spiel bei.

CHRONICLES OF THAT TIME

verfolgt die Spur einer arabischen Melodie, die Abdelhamid, ein tunesischer Saisonarbeiter für die beiden Filmemacher vor 15 Jahren gesungen hat. Die Melodie spinnt sich durch die Geschichten der Migrant:innen und erinnert an Zeiten, als das Mittelmeer das Hier und das Drüben als blühender Kultur- und Wirtschaftsraum einte. Wie ein antikes Mosaik setzen Maria Iorio und Raphaël Cuomo Erinnerungen zu einer Chronik der Zeit zusammen. Ihr Freund Abdelhamid ist Zeuge einer Veränderung, in der das Mittelmeer für Tausende von Menschen zur abweisenden todbringenden Grenze im Süden Europas geworden ist.

SYNCHRONICITY

"How do we feel when distanced? Remotely? Which senses can we use to synchronize? When we align to nature, to its rhythms and cycles, and nonhuman, are we finally aligned with ourselves and the other human bodies? Can we touch without the physical interaction? How do we synchronize with the other while performing in the same moment? How do we recreate the movement of the other? Can we touch while being separated, through the sensorium and imagination? Is the synchronicity just a pure acausality, or a vibration that we share?"

SYNCHRONICITY is a video installation and work in process by the Croatian multimedia artist Dora Durkesac and the Swiss performer Anna Dahinden. Their digital choreography is built out of the material collected during summer 2021 - while being separated in Croatia and Switzerland. The wish to create together led into the idea of »Synchronicity«. They coordinated and recorded movements every day in chosen locations and landscapes. After a daily exchange of the recorded material, they read from the moving image the vibrations, characters, moods, states, energies. They repeated and learnt each other's movement-qualities:

"When we created a movement for the first time, we improvised. When we imitated each other, we study and empathize with the movement of the other. This is our cycle of synchronicity."

ABOUT TO TAKE A BATH

Stuck in a state of limbo, in a hotel room, waiting for a bathtub that is never getting full. 

"Sich eine Routine zu schaffen, kann ein Versuch sein, ein Gefühl von Kontrolle zu erreichen um mit der Beklemmung zurechtzukommen, in einer unsicheren Welt zu leben. Ich interessiere mich für banale Details, wie zum Beispiel spazieren zu gehen, ein Bad zu nehmen oder zu frühstücken. Es ist interessant sich vor Augen zu führen, wie diese einfachen täglichen Aktivitäten überall auf der Welt nachvollziehbar erscheinen und warum sie es manchmal doch nicht sind. Das Gefühl der Sicherheit basiert also auf der Fähigkeit, eine Routine zu schaffen, die einfachen Dinge des Alltags zu kontrollieren und grundlegende Aktivitäten zu wiederholen. Die Möglichkeit eine tägliche Routine ohne Störungen von Aussen gestalten zu können, ist ein Luxus." (aus dem Interview mit Anna Schiestl, 2020, Forum Schlossplatz, Aarau) 

Video editor: Craig Neeson 

 MUCHETTE

"When I was young, I used to sit next to my grandmother watching her hands making art and hearing her telling stories about her past, my grandmother left this world but never left my heart, so are her stories and thread. And here I am now using the embroidery which she taught me to speak and to put out the memories on fabric then tight them up there, so we don’t forget. 
Between the threads, colors and fabrics I find myself. Then I find our threads connected between the different land and the different history, with so many stories about home, love, nature and emotions." Shadi Alaiek, 2022

 

 SAFE PASSAGE BAGS

"One of our key integration and vocational projects is our Safe Passage Bags workshop, which started back in the summer of 2015. This is an upcycling project where refugees and locals create bags out of lifejackets left on the shorelines in Lesvos, and used by refugees who crossed the Aegean Sea from Turkey.

Due to the huge amount of plastic littering the beautiful beaches of the island, we felt the need to contribute to the effort to clean the beaches and find a way to recycle. Rather than leaving the used lifejackets buried in a land field, we wanted to give them a new meaning, and generate a positive reminder that ‘where there is a will there is a way’.

The bag workshop gives people a chance to gain their dignity back. They can make a living and support themselves by creating beautiful bags out of discarded objects."

Lesvos Solidarity, Greece

wir danken

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 Franz Villiger & Yuri Maurer

©weibelgrafik , collab with Anna Dahinden